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SCHÖNHEITS JOURNAL
Interview mit Dr med Claus Korinth,
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Facharzt für Chirurgie
Herr Dr Korinth,
„Sie haben zwei Facharzttitel – wo liegt der Unterschied ?“
Dr Korinth:
Lassen Sie mich beim Patienten anfangen. Der chirurgische Patient leidet unter einer Erkrankung – der ästhetische unter seinem Äusserem.
Meine Basis für die Plastische und Ästhetische Chirurgie bildet eine fundierte Ausbildung in der sog „Großen Chirurgie“. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung kann ich auf einen sicheren chirurgischen Hintergrund bez Diagnostik und modernen Operationstechniken und – Verfahren zurückgreifen. Nach weiteren sieben Jahren spezialisierte ich mich dann in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie. Als langjährige Oberarzt in der Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte erweiterte ich am Klinikum München Bogenhausen mein Spektrum auf die Bereiche Ästhetik und Wiederherstellung. Und die regelmässige Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen im In und Ausland gewährleistet hohe Standards für meine Arbeit.
„Worauf achten Sie als Plastischer Chirurg in Ihrer täglichen Arbeit besonders ?“
Dr Korinth:
Auch nach meiner Niederlassung in einer eigenen Praxis stehen für mich Seriosität, Vertrauen, Qualität, Diskretion, psychologisches Einfühlungsvermögen, sowie eine gewissenhafte Nachsorge im Vordergrund meiner Behandlungsphilosophie.
In einem ausführlichen ersten Beratungsgespräch finde ich erst einmal heraus, was meine Patienten zum gewünschten Eingriff bewegt und entscheide dann gemeinsam mit dem Patienten, was medizinisch sinnvoll und machbar ist. Sobald alle Modalitäten geklärt sind, erhält der Patient von mir umfangreiches Informationsmaterial über die geplante Operation und wir entscheiden gemeinsam über das weitere Vorgehen. Manchmal sind dafür auch weitere Gespräche erforderlich und manchmal müssen erst die Kosten mit der Kranken-versicherung geklärt werden. Der Erfolg eines ästhetischen Eingriffs hängt letztlich auch von der Bereitschaft ab, das Ergebnis zu tragen und dafür sind Arzt und Patient im gleichen Maße gefordert. Dabei kann es aber schon mal vorkommen, dass ich einen Patienten wieder wegschicken muss, ohne einen Operationstermin zu vereinbaren – auch wenn er von weither angereist ist: wenn z.B. überzogene Vorstellungen bestehen. Die Kunst besteht darin, dem Patienten taktvoll die Gründe dafür klar zu machen, ohne ihn zu enttäuschen. Auch gewisse Risikofaktoren wie Diabetes, Bypass oder fortgeschrittenes Alter müssen berücksichtigt werden. Ein seriöser Plastischer Chirurg ist kein Maßschneider für einen Schönheitsanzug, sondern trägt ein enormes Verantwortungsbewusstsein. So operiere ich prinzipiell keine Patienten unter 18 Jahren – außer es handelt sich um Kinder mit entstelltem Äußerem wie Tierfell Naevi, abstehende Ohren oder Fehlbildungen an Kopf, Händen oder Füßen.
Verständnis und Freundlichkeit sind – neben der fachlichen Qualifikation – ein weitere wichtiger Faktor im täglichen Umgang mit meinen Patienten.
„Was genau versteht man unter Plastischer und Ästhetischer Chirurgie ?“
Dr Korinth:
Plastische Chirurgie hat beileibe nichts mit Schönheitschirurgie zu tun !
Der Fachverband der Deutschen Plastischen Chirurgen VDPC – www.vdpc.de - dem ich als Ordentliches Mitglied angehöre, nennt dafür 4 sog Säulen: Ästhetik – Rekonstruktion – Verbrennungs- und Handchirurgie. In engster Zusammenarbeit mit Dermatologen, Gynäkologen, HNO- und Augenärzten, sowie Orthopäden aber auch Gefäss-, Unfall und Allgemeinchirurgen wollen wir gemeinsam unseren Patienten helfen und Fehlfunktionen wiederherstellen und operative Ergebnisse mit modernsten, narbenarmen Verfahren verbessern oder ästhetische Eindrücke optimieren. Plastische Chirurgie reduziert sich also keinesfalls auf ästhetische Bereiche, sondern unterstützt z.B. in der Tumorchirurgie mit subtilen Operationsmethoden beim Brustaufbau nach Brustkrebs, oder bei der Wiederherstellung von Körper- oder Hautoberfläche, sowie von Form und Funktion nach Unfällen.
„Was kann die Plastische Chirurgie – was kann sie nicht ?“
Dr Korinth:
Eine Antwort auf diese Frage findet sich in der Frage nach dem Ursprung der Plastischen Chirurgie. Die Wurzeln liegen eigentlich in der Wiederherstellungschirurgie und führen auf die Rolle der Ärzte in Kriegszeiten im Frühen Mittelalter zurück, als z.B. abgetrennte Gliedmaßen wieder angenährt wurden. Daraus ist die Plastische und Ästhetische Chirurgie entstanden, die sich nicht – ich möchte es nochmals betonen – auf die sog Schönheitschirurgie reduziert, die uns heute irrtümlich in den vielen spektakulären Fernsehshows vorgegaukelt wird. Plastische Chirurgie kann eine eingeschränkte Funktionalität von Körperteilen oder Organen wieder herstellen und unter Umständen ästhetische Eindrücke verbessern. Sie kann und will jedoch keinesfalls einen neuen Menschen formen oder gar seelische Probleme lösen !
„Welchen Tipp möchten Sie zum Abschluss Patienten geben, die sich für einen plastisch-ästhetischen Eingriff interessieren ?“
Dr Korinth:
Auch wenn sich derzeit in Deutschland nach offiziellen Angaben jährlich ca 700.000 Patienten einem plastisch-chirurgischen Eingriff unterziehen, ist es überaus wichtig, selbstkritisch den Zweck und das Ziel dafür zu hinterfragen und sich vor einer Operation über die damit verbundenen Risiken im klaren zu sein. Plastische Chirurgie ist kein Zauberkunststück und keine Operation lässt sich rückgängig machen. Stehen Sie zu Ihrem Alter und orientieren Sie sich nicht kritiklos an prominente Bespielen, sondern betonen geschickt die eigene Persönlichkeit. Der natürliche Alterungsprozess eines Menschen lässt sich nicht aufhalten. Besser ist vielmehr eine vernünftige Lebensweise mit gesunder Ernährung und physischer Konditionierung. Wenn Sie dennoch etwas an Ihrem Äußeren verändern möchten, informieren Sie sich umfassend über die Qualifikation und Erfahrung des Arztes / Operateurs und seine Zugehörigkeit zu einem plastisch-chirurgischen Fachverband, sowie detailliert über die entstehenden Kosten. Verlockend günstige Angebote aus dem In- und Ausland können meist keine entsprechende Qualität bieten – und schon gar nicht die erforderliche Betreuung des Patienten nach dem Eingriff.
Und vor allem:
Überlegen Sie in aller Ruhe und entscheiden Sie sich erst dann für einen Eingriff.
„Sie haben zwei Facharzttitel – wo liegt der Unterschied ?“
Dr Korinth:
Lassen Sie mich beim Patienten anfangen. Der chirurgische Patient leidet unter einer Erkrankung – der ästhetische unter seinem Äusserem.
Meine Basis für die Plastische und Ästhetische Chirurgie bildet eine fundierte Ausbildung in der sog „Großen Chirurgie“. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung kann ich auf einen sicheren chirurgischen Hintergrund bez Diagnostik und modernen Operationstechniken und – Verfahren zurückgreifen. Nach weiteren sieben Jahren spezialisierte ich mich dann in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie. Als langjährige Oberarzt in der Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte erweiterte ich am Klinikum München Bogenhausen mein Spektrum auf die Bereiche Ästhetik und Wiederherstellung. Und die regelmässige Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen im In und Ausland gewährleistet hohe Standards für meine Arbeit.
„Worauf achten Sie als Plastischer Chirurg in Ihrer täglichen Arbeit besonders ?“
Dr Korinth:
Auch nach meiner Niederlassung in einer eigenen Praxis stehen für mich Seriosität, Vertrauen, Qualität, Diskretion, psychologisches Einfühlungsvermögen, sowie eine gewissenhafte Nachsorge im Vordergrund meiner Behandlungsphilosophie.
In einem ausführlichen ersten Beratungsgespräch finde ich erst einmal heraus, was meine Patienten zum gewünschten Eingriff bewegt und entscheide dann gemeinsam mit dem Patienten, was medizinisch sinnvoll und machbar ist. Sobald alle Modalitäten geklärt sind, erhält der Patient von mir umfangreiches Informationsmaterial über die geplante Operation und wir entscheiden gemeinsam über das weitere Vorgehen. Manchmal sind dafür auch weitere Gespräche erforderlich und manchmal müssen erst die Kosten mit der Kranken-versicherung geklärt werden. Der Erfolg eines ästhetischen Eingriffs hängt letztlich auch von der Bereitschaft ab, das Ergebnis zu tragen und dafür sind Arzt und Patient im gleichen Maße gefordert. Dabei kann es aber schon mal vorkommen, dass ich einen Patienten wieder wegschicken muss, ohne einen Operationstermin zu vereinbaren – auch wenn er von weither angereist ist: wenn z.B. überzogene Vorstellungen bestehen. Die Kunst besteht darin, dem Patienten taktvoll die Gründe dafür klar zu machen, ohne ihn zu enttäuschen. Auch gewisse Risikofaktoren wie Diabetes, Bypass oder fortgeschrittenes Alter müssen berücksichtigt werden. Ein seriöser Plastischer Chirurg ist kein Maßschneider für einen Schönheitsanzug, sondern trägt ein enormes Verantwortungsbewusstsein. So operiere ich prinzipiell keine Patienten unter 18 Jahren – außer es handelt sich um Kinder mit entstelltem Äußerem wie Tierfell Naevi, abstehende Ohren oder Fehlbildungen an Kopf, Händen oder Füßen.
Verständnis und Freundlichkeit sind – neben der fachlichen Qualifikation – ein weitere wichtiger Faktor im täglichen Umgang mit meinen Patienten.
„Was genau versteht man unter Plastischer und Ästhetischer Chirurgie ?“
Dr Korinth:
Plastische Chirurgie hat beileibe nichts mit Schönheitschirurgie zu tun !
Der Fachverband der Deutschen Plastischen Chirurgen VDPC – www.vdpc.de - dem ich als Ordentliches Mitglied angehöre, nennt dafür 4 sog Säulen: Ästhetik – Rekonstruktion – Verbrennungs- und Handchirurgie. In engster Zusammenarbeit mit Dermatologen, Gynäkologen, HNO- und Augenärzten, sowie Orthopäden aber auch Gefäss-, Unfall und Allgemeinchirurgen wollen wir gemeinsam unseren Patienten helfen und Fehlfunktionen wiederherstellen und operative Ergebnisse mit modernsten, narbenarmen Verfahren verbessern oder ästhetische Eindrücke optimieren. Plastische Chirurgie reduziert sich also keinesfalls auf ästhetische Bereiche, sondern unterstützt z.B. in der Tumorchirurgie mit subtilen Operationsmethoden beim Brustaufbau nach Brustkrebs, oder bei der Wiederherstellung von Körper- oder Hautoberfläche, sowie von Form und Funktion nach Unfällen.
„Was kann die Plastische Chirurgie – was kann sie nicht ?“
Dr Korinth:
Eine Antwort auf diese Frage findet sich in der Frage nach dem Ursprung der Plastischen Chirurgie. Die Wurzeln liegen eigentlich in der Wiederherstellungschirurgie und führen auf die Rolle der Ärzte in Kriegszeiten im Frühen Mittelalter zurück, als z.B. abgetrennte Gliedmaßen wieder angenährt wurden. Daraus ist die Plastische und Ästhetische Chirurgie entstanden, die sich nicht – ich möchte es nochmals betonen – auf die sog Schönheitschirurgie reduziert, die uns heute irrtümlich in den vielen spektakulären Fernsehshows vorgegaukelt wird. Plastische Chirurgie kann eine eingeschränkte Funktionalität von Körperteilen oder Organen wieder herstellen und unter Umständen ästhetische Eindrücke verbessern. Sie kann und will jedoch keinesfalls einen neuen Menschen formen oder gar seelische Probleme lösen !
„Welchen Tipp möchten Sie zum Abschluss Patienten geben, die sich für einen plastisch-ästhetischen Eingriff interessieren ?“
Dr Korinth:
Auch wenn sich derzeit in Deutschland nach offiziellen Angaben jährlich ca 700.000 Patienten einem plastisch-chirurgischen Eingriff unterziehen, ist es überaus wichtig, selbstkritisch den Zweck und das Ziel dafür zu hinterfragen und sich vor einer Operation über die damit verbundenen Risiken im klaren zu sein. Plastische Chirurgie ist kein Zauberkunststück und keine Operation lässt sich rückgängig machen. Stehen Sie zu Ihrem Alter und orientieren Sie sich nicht kritiklos an prominente Bespielen, sondern betonen geschickt die eigene Persönlichkeit. Der natürliche Alterungsprozess eines Menschen lässt sich nicht aufhalten. Besser ist vielmehr eine vernünftige Lebensweise mit gesunder Ernährung und physischer Konditionierung. Wenn Sie dennoch etwas an Ihrem Äußeren verändern möchten, informieren Sie sich umfassend über die Qualifikation und Erfahrung des Arztes / Operateurs und seine Zugehörigkeit zu einem plastisch-chirurgischen Fachverband, sowie detailliert über die entstehenden Kosten. Verlockend günstige Angebote aus dem In- und Ausland können meist keine entsprechende Qualität bieten – und schon gar nicht die erforderliche Betreuung des Patienten nach dem Eingriff.
Und vor allem:
Überlegen Sie in aller Ruhe und entscheiden Sie sich erst dann für einen Eingriff.
Herr Dr Korinth – wir bedanken uns für das interessante Gespräch.


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